Alle Meinungen

Meine Meinung · 21. Juli 2026

Alkoholverbot an allen Bahnhöfen – konsequent oder Doppelmoral?

Mehr Sicherheit und saubere Bahnhöfe sind richtige Ziele. Ein pauschales Alkoholverbot überzeugt aber nicht, solange die Bahn selbst weiterhin Alkohol verkauft.

Sicherheit braucht glaubwürdige und einheitliche Regeln.

Auf dem Bahnsteig wird Sicherheit gepredigt, während in der Bahnhofsgastronomie und im Bordbistro weiter Alkohol verkauft wird. Das ist nicht konsequent.

Mehr Sicherheit, weniger Gewalt und saubere Bahnhöfe sind grundsätzlich richtige Ziele. Menschen müssen sich auf Bahnsteigen und in Zügen zu jeder Tageszeit sicher fühlen können.

Ein pauschales Alkoholverbot an allen Bahnhöfen überzeugt mich jedoch nicht, solange in der Bahnhofsgastronomie und in Bordbistros weiterhin Alkohol verkauft wird. Wer auf dem Bahnsteig Verbote ausspricht und wenige Meter weiter selbst am Verkauf verdient, handelt nicht konsequent.

Entscheidend sind ein konsequentes Vorgehen gegen Störer, ausreichend Sicherheitspersonal und klare Regeln für Menschen, die andere belästigen, bedrohen oder gefährden. Nicht jeder, der ein Bier trinkt, ist automatisch ein Sicherheitsrisiko.

Regeln müssen glaubwürdig, nachvollziehbar und für alle einheitlich gelten. Sonst entsteht der Eindruck von Doppelmoral statt wirksamer Sicherheitspolitik.

Ralf BornemannUnabhängig · parteilos · aus der Praxis

Persönliche Stellungnahme von Ralf Bornemann – Sozial- & Schuldnerberater | Coach & Mediator – ohne politisches Amt und ohne Bindung an eine Partei.