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Meine Meinung · 4. August 2026

Der Berliner Wahlkampf ist eröffnet – jetzt müssen die Inhalte zählen

Plakate und Slogans reichen nicht. Entscheidend sind konkrete, nachvollziehbare und finanzierbare Lösungen für die Menschen in Berlin.

Berlin braucht einen fairen Wahlkampf um die besten Ideen.

Nicht das schönste Plakat sollte entscheiden, sondern das überzeugendste und sozial gerechteste Konzept für unsere Stadt.

Der Wahlkampf für die Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September hat begonnen. Plakate hängen, Versprechen werden gemacht und die Parteien versuchen, Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Doch eine Wahl darf nicht allein durch große Gesichter, kurze Slogans oder gegenseitige Angriffe entschieden werden. Entscheidend muss sein, welche konkreten Lösungen die Parteien für die Menschen in Berlin anbieten.

Für mich stehen dabei die sozialen Fragen im Mittelpunkt: Wie verhindern wir Altersarmut? Wie sorgen wir dafür, dass Pflege nicht arm macht? Wie verbessern wir Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe? Wie schützen wir Menschen vor Überschuldung? Und wie schaffen wir einen Sozialstaat, der verständlich, gerecht und unbürokratisch funktioniert?

Seit heute bietet der neue Sozial-O-Mat für Berlin eine gute Möglichkeit, die sozialpolitischen Positionen der Parteien zu vergleichen. Er behandelt 20 Thesen aus den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Pflege, Armut und Gesellschaft, Zuwanderung und Integration sowie Kinder und Jugend.

Ab dem 24. August steht zusätzlich der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung zur Verfügung.

Beide Angebote können bei der Orientierung helfen. Sie ersetzen jedoch nicht die eigene Auseinandersetzung mit den Begründungen, Wahlprogrammen und Kandidierenden. Ein Ergebnis sollte deshalb niemals als automatische Wahlempfehlung verstanden werden.

Ich bin parteilos und werde niemandem vorschreiben, welche Partei er wählen soll. Aber ich möchte alle Berlinerinnen und Berliner ermutigen: Informieren Sie sich, vergleichen Sie die Aussagen und prüfen Sie kritisch, ob aus Schlagworten auch nachvollziehbare und finanzierbare Lösungen werden.

Berlin braucht einen fairen Wahlkampf um die besten Ideen – und eine Politik, die den Alltag der Menschen nicht aus den Augen verliert.

Mein Fazit: Nicht das schönste Plakat sollte entscheiden, sondern das überzeugendste und sozial gerechteste Konzept für unsere Stadt.

Quellen und Nachweise

Ralf BornemannUnabhängig · parteilos · aus der Praxis

Persönliche Stellungnahme von Ralf Bornemann – Sozial- & Schuldnerberater | Coach & Mediator – ohne politisches Amt und ohne Bindung an eine Partei.