Alle Meinungen

Meine Meinung · 22. Juli 2026

Inklusion darf kein Sparmodell werden!

Eine Reform der Kinder- und Jugendhilfe muss Familien entlasten, individuelle Rechtsansprüche schützen und echte Teilhabe dauerhaft finanzieren.

Individuelle Teilhabe braucht verlässliche Unterstützung.

Inklusion ist ein Menschenrecht – keine freiwillige Leistung und kein Posten, an dem gespart werden darf.

Die geplante Zusammenführung der Hilfen für junge Menschen mit und ohne Behinderung kann ein wichtiger Schritt sein. Familien brauchen einfachere Zuständigkeiten, verständliche Verfahren und eine Anlaufstelle, die Verantwortung übernimmt, statt sie weiterzureichen.

Eine Reform darf jedoch nicht dazu führen, dass individuelle Unterstützung durch billigere Pauschallösungen ersetzt wird. Gemeinsame Schulassistenz kann sinnvoll sein, wenn sie den tatsächlichen Bedarf deckt. Sie darf aber niemals notwendige persönliche Hilfe verdrängen oder Rechtsansprüche abschwächen.

Meine klare Haltung: Zuständigkeiten müssen einfacher werden, Familien müssen spürbar entlastet, individuelle Rechtsansprüche geschützt, verbindliche Qualitätsstandards gesichert und die notwendigen Leistungen vollständig und dauerhaft finanziert werden.

Inklusion darf nicht dazu benutzt werden, Leistungen zusammenzustreichen und Kosten zu verlagern. Das darf nicht passieren.

Ralf BornemannUnabhängig · parteilos · aus der Praxis

Persönliche Stellungnahme von Ralf Bornemann – Sozial- & Schuldnerberater | Coach & Mediator – ohne politisches Amt und ohne Bindung an eine Partei.